Gesundheitliche Probleme durch unsere Ernährung

Gesundheitliche Probleme durch unsere Ernährung

Laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) sind ernährungsmitbedingte Krankheiten für 68 Prozent aller Todesfälle verantwortlich. Eine dauerhaft ungesunde Ernährung verursacht Krebs, Herzinfarkte und Diabetes.

In diesem Blogartikel möchten wir diesem Problem auf den Grund gehen und, auch wenn wir es natürlich nicht allumfassend erklären können, eine kleine Entwarnung geben: denn gute Ernährung muss weder kompliziert noch teuer sein, und setzt dem Essverhalten auch nicht tausende Regeln. Niemand muss auf Genuss und Abwechslung verzichten!

Wir wollen mit diesem Blogpost übrigens keine Werbung für unser Produkt All You Seed machen. Trotzdem sei an dieser Stelle kurz darauf hingewiesen, dass wir diese Punkte bei der Rezeptur von All You Seed bedacht haben.

Zur Erklärung haben wir die größten bekannten Probleme in der heutigen Ernährung herausgefunden und werden sie im Folgenden erläutern:

Zu wenig Nährstoffe

Unsere Ernährung enthält nicht immer genügend Vitamine und Mineralien. Das hat ganz vielfältige Gründe. Wir essen oft nach gleichbleibenden Mustern, deshalb ist es schwierig, verschiedene Nährstoffe in ausreichenden Mengen aufzunehmen. Oft versorgen uns Lebensmittel mit vielen Kalorien, enthalten jedoch nur wenig Nährstoffe (wie z.B. Nudeln, Brot, Pizza), sodass wir wenig Hunger auf andere Mahlzeiten haben, die uns mit fehlenden Nährstoffen versorgen würden. Besonders bei alten Menschen ist dies ungünstig, da sie durch ihr hohes Alter generell einen niedrigeren Kalorienbedarf haben, meist aber einfach weniger essen, anstatt die Ernährung dahingehend anzupassen, dass sie bei einem geringeren Kalorienzufuhr noch alle nötigen Nährstoffe zu sich nehmen.

Vor allem vielbeschäftigte Menschen nehmen deshalb zu wenig Nährstoffe auf, da sie oft Mahlzeiten überspringen oder Essen bestellen, welches dann meist eher nährstoffarm ist. Dabei muss gutes Essen gar nicht allzu kompliziert sein.

Zwar müssen relativ viele Stoffe aufgenommen werden und insbesondere bei Omega 3 und Omega 6, Magnesium und Eisen bleiben viele Menschen häufig unter den empfohlenen Tagesmengen. Andererseits gibt es einige Tipps, die schnell dafür sorgen, dass du mehr Nährstoffe zu dir nimmst.

Allgemein wird eine abwechslungsreiche Ernährung empfohlen. Du solltest am Tag fünf Portionen von verschiedenen Obst- und Gemüse-Sorten zu dir nehmen. Weiterhin empfehlen wir Vollkornprodukte (z.B. Hafer und Hirse), denn diese enthalten viele Ballaststoffe und Mineralien. Wir empfehlen generell eine fleischreduzierte Ernährung. Auch als VegetarierIn kann dank Vollkorn, Gemüse, Nüssen und Bohnen der tägliche Protein- und Eisenbedarf gut gedeckt werden. Dies kann durch besonders gesunde Lebensmittel ergänzt werden, wie z.B. Beeren, Gemüse, Hülsenfrüchte, Nüsse, Vollkornprodukte, Bohnen und Linsen. All You Seed kann dich dabei unterstützen, die wichtigsten Nährstoffe zu dir zu nehmen. Du kannst dein Frühstück oder Mittagessen damit „upgraden“.

Zu viele ungesunde Stoffe

Mindestens genauso schlecht für den Körper, wie zu wenig Nährstoffe zu sich zu nehmen, ist es, dass wir viele ungesunde Stoffe regelmäßig in unserem Ernährungsplan haben und zu viel davon konsumieren.

Einfachzucker

Der durchschnittliche Zuckerkonsum in unserer Gesellschaft steigt immer weiter an. Da er fast jedem verarbeiteten Lebensmittel zugesetzt wird, wird Zucker oft unbewusst aufgenommen und wer nicht genau aufpasst, hat am Ende des Tages oft zu viel Zucker gegessen. Zucker versteckt sich in Softdrinks, Müsli, Fertiggerichten und Snacks. Die offizielle Empfehlung der EU ist zwar maximal 50g Zucker am Tag zu sich zu nehmen, viele Experten halten allerdings schon das für viel zu viel (die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt ein Maximum von 25g). Nur um eine bessere Vorstellung zu bekommen: in 100ml Cola sind über 10g Zucker enthalten. Ein Wert, der laut einigen Experten schon dem Tageslimit entsprechen sollte.

Zucker ist bei regelmäßigem hohen Konsum für viele Krankheiten verantwortlich. Unter anderem zeigen Studien, dass ein erhöhter Zuckerkonsum zu Herz- und Kreislaufkrankheiten, Gefäßerkrankungen, Rheuma, Diabetes und Karies führt. Sogar Alzheimer und Demenz werden verdächtigt, im direkten Zusammenhang mit Zucker zu stehen.

Es wird deutlich, dass wir unserem Körper etwas Gutes tun, wenn wir unseren Zuckerkonsum reduzieren. Ein guter Weg dahin: statt Softdrinks wie Cola, Fanta und Sprite sollten wir lieber öfter zu ungesüßtem Tee oder Wasser greifen. Bei Fertiggerichten, Müsli und Brot sollte sehr genau darauf geachtet werden, wie viel Zucker enthalten ist. Am besten verzichten wir direkt darauf. Statt regelmäßig Pizza und anderes Essen zu bestellen, sollten wir uns lieber selbst Essen zubereiten. Und statt Saft sollten wir ganze Früchte essen. Es hilft schon sehr, mit einigen Maßnahmen zu beginnen und den Zuckerkonsum nach und nach herunterzufahren.

Schlechte Fette

Fett ist grundsätzlich ein sehr wichtiger Bestandteil unsere Ernährung, da es Energie liefert und vom Gehirn und vielen anderen wichtigen Organen benötigt wird. Allerdings ist nicht jedes Fett gut. Am ungesündesten sind sogenannte Transfette.

Zum einen gibt es Transfette, die vor allem bei der Erhitzung von Pflanzen oder Tierfetten entstehen. Besonders stark enthalten sind sie in Pommes, Chips und Nuggets. Tatsächlich sind sie aber auch in vielen Backwaren enthalten, z.B. in Croissants. Schon 2g an Transfetten am Tag können das Schlaganfallsrisiko verdoppeln. In handelsüblichen Croissants sind laut Expertenschätzungen bereits 0,7g enthalten. Transfette erhöhen den Spiegel von LDL-Cholesterin und verringern das gesundheitsfördernde Cholesterin. Dadurch erhöht sich das Risiko an Diabetes Typ 2 zu erkranken sowie das Herzinfarkt- und Schlaganfallsrisiko. Eine weitere Studie zeigt einen Zusammenhang von Transfetten mit Depression.

Wie können Transfette also umgangen werden? Es hilft, öfter frisch zu kochen, weniger zu frittieren und zu braten (und wenn, hitzebeständiges Öl wie z.B. Kokosfett zu benutzen) und mehr Rohkost zu konsumieren. Auf Fertiggerichte inklusive Backwaren und bestelltes Essen wie Pizza und Pommes solltet ihr lieber verzichten.

Geschmacksverstärker, Konservierungsstoffe & Süßstoffe

Es gibt unzählige verschiedene Geschmacksverstärker und Konservierungsstoffe, von denen nicht alle zwangsläufig schädlich sind. Einige können jedoch sehr schlecht für den Körper sein. Geschmacksverstärker sind an den E-Nummern beginnend mit 600 zu erkennen, Farbstoffe mit 100, Konservierungsstoffe mit 200 und Süßstoffe mit 900. Der Stoff E 620 steht zum Beispiel für Glutaminsäure, ein Stoff, der im Verdacht steht appetitanregend zu wirken und eine Gewichtszunahme zu fördern. Er sollte nicht konsumiert werden von Menschen, die unter Pseudoallergien, Asthma oder Neurodermitis leiden.

Es sind bei Weitem nicht alle Auswirkungen von allen künstlichen Zusatzstoffen bekannt. Generell raten viele Experten vom übermäßigen Konsum ab. Die künstlichen Zusätze sind oft in Fertigessen enthalten. Um sicherzugehen, achte beim Lebensmitteleinkauf auf Zutaten die als E XXX deklariert sind. Wir empfehlen, selbst zu kochen und auf Fertigessen zu verzichten.

Salz

Die empfohlene Tagesdosis an Salz beträgt 6g, etwa 75% der Deutschen essen jedoch mehr. 80% des Salzes, das wir täglich zu uns nehmen, kommt vor allem aus verarbeiteten Lebensmitteln und nicht aus dem Salzstreuer. Zu viel Salz schadet der Niere und könnte den Blutdruck erhöhen. Laut der Deutschen Krebsgesellschaft erhöht zu viel Salz auch das Krebsrisiko. Besonders schädlich sind sogenannte Pökelsalze, die zur Verlängerung der Haltbarkeit von Wurstwaren, Fleisch und Fertigessen benutzt werden. Vor allem wenn diese erhitzt werden, bilden sich krebserregende Nitrosamine. Um die Ernährung gesünder zu gestalten, sollte der eigene Salzkonsum genauer beobachtet und Pökelsalze möglichst komplett vermieden werden.

Wer ist Schuld?

Ob nun die Regierungen die verwendeten schädlichen Produkte einschränken sollten, indem zum Beispiel vermehrt Geschmacksverstärker verboten werden, oder Zucker höher versteuert werden sollte, wir finden: Hersteller von Lebensmitteln sollten transparenter mit den Inhaltsstoffen umgehen und Verantwortung übernehmen. Das heißt, dass genau deklariert werden sollte, welche und wie viele (ungesunde) Stoffe enthalten sind, oder hochwertigere Produkte benutzt werden sollten, um die Gesundheit der oft uninformierten Kunden zu schützen. Konsumenten können auf der anderen Seite Produkte unterstützen, die ihre Inhaltsstoffe transparent machen und auf Zucker, Konservierungsstoffe und Salz verzichten. So können langfristig auch etablierte Lebensmittelkonzerne zu einem Umdenken gezwungen werden.